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Kombibericht

FC Bayern München – 1. FFC Frankfurt 1:0 (0:0) am 19.10.2008 um 11:00 Uhr

Es kommt beim Fußball ab und an mal vor, dass man live eine Sensation erleben darf – auch wenn es nur eine kleine ist.
So geschehen an einem schönen Sonntag Vormittag in der Nähe von München, als der FFC Frankfurt aus dem DFB-Pokal der Frauen ausschied (es war vorher 10 mal in Folge (!) gelungen, das Finale in Berlin zu erreichen und den Platz dort 7 mal (!) als Sieger zu verlassen).
Daher will ich auch den Bericht über das Frauen-Pokalspiel in den Mittelpunkt dieses Ablaufes stellen; außerdem soll in Zeiten der Gleichberechtigung auch kein Bericht über Frauenfußball in der Hopping-Rubrik fehlen.

Aber der Reihe nach…

Dank einer Kooperation zwischen Ebay und der Bahn kam ich in den Genuss für nur 66 € 2x durch Deutschland reisen zu dürfen und das mit dem ICE.
Natürlich fährt man mit so einem Ticket ab Flensburg nicht nach Hannover oder dergleichen; nein, es sollte schon ein etwas entfernteres Ziel sein…
Also Spielpläne studiert und ab dafür…

Samstag am ganz frühen morgen wurde mit der Regionalbahn HH angesteuert und von dort mit dem ICE direkt nach München zu fahren.
Gegen 13 Uhr war ich auch schon vor Ort und machte mich zügig zum ersten Spiel auf:

Unterhaching gegen Kickers Emden (1:1)

In einem schönen reinen Fußballstadion bei bestem Wetter (Sonnenschein pur!) für satte 9 € (Stehplatz hinter dem Tor) Eintritt (Stadionmagazin 1€) erlebte ich mit 2200 anderen (darunter – wenn man die Entfernung bedenkt - ein ordentlicher Haufen aus Emden), wie Haching ab der 41. Minute versuchte, ein 0:1 aufzuholen; vorher war nicht soviel passiert.
Es wurde kurz vor der Pause durch die Hachinger ein Elfmeter versemmelt und in Halbzeit 2 – besonders in der Schlussphase – die ein oder andere Großchance vergeben, bis in der 89. Minute Schweinsteiger (nur der kleine Bruder) den fälligen Ausgleich markierte.

Als Verpflegung gab es fußballtypische Delikatessen, d.h. Wurst (3 €) und Bier bzw. Radler (0,5 l) – bei uns heißt das Alster (auch 3 €).
Das Bier war in der Nordtribüne, wo ich mich befand, allerdings nur alkoholfrei, warum auch immer – vielleicht, weil die Gäste aus Ostfriesland auch im Nordbereich untergebracht waren und die selben Kioske nutzten?

Tolle Bildershow

Am Sonntag hieß es dann: Morgenstund hat Gold im Mund, denn ich musste von München erstmal nach Aschheim, da die Damen des FC Bayern hier vor den Toren der Landeshauptstadt Bayerns ihre Heimspiele austragen und das um 11 Uhr.

So wurde ein Tagesticket für den Münchner Nahverkehr gelöst (nur 5 €) und die S-Bahn bis Feldkirchen benutzt.
Von dort musste ich dann ca. 20 Minuten zu Fuß den Sportpark Aschheim aufsuchen.
Jener Sportpark ist ein Komplex von verschiedenen Sportplätzen, auf dessen Hauptplatz das heutige Spiel stattfinden sollte.

Hier kostete der Eintritt 6 € (Stadionmagazin gratis) und man konnte sich aussuchen, ob man die kleine, überdachte Sitzplatztribüne oder die Stehtraversen aufsuchen wollte.

Ganze 740 Zuschauer (darunter Gerd „der Bomber“ Müller) wollten sich diesen Pokalschlager des Tabellenführers (Bayern) gegen den Tabellenzweiten (FFC) ansehen.

Der Siegtreffen fiel dann in der 51. Minute und die Schlussphase war noch mal etwas spannend, als Frankfurt druckt machte und München es nicht verstand, den entscheidenden Konter zu versenken.
Ansonsten fand ich das Spiel nicht so klasse; ich bin ja auch eher ein rustikales Gemüt, was Fußball angeht und sehe gerne kampfbetonte Spiele – jenes wurde aber heute nicht geboten (die einzigen 3 gelben Karten wurden bezeichnenderweise in den letzten 10 Minuten vergeben) und vielleicht ist Frauenfußball dafür auch einfach nicht geeignet ?

Aber, wie so vieles im Leben, ist auch dies Geschmacksache, genau wie das leckere Radler (0,5 l), was ich mir für 2,30 € gönnte.
Es gab auch Kaffee, Mineralwasser (etc.), Würstchen, belegte Brötchen, Kuchen etc. – also nichts zum verdursten bzw. verhungern und alle Preise relativ zivil.

Klasse fand ich allerdings, dass es keine Verlängerung gab, da ich ja noch was vor hatte und zwar das Spiel um 15 Uhr im Münchner Stadtgebiet:

TSV Großhadern – FC Kempten (0:1) in der Landesliga Bayern Süd.

Daher wieder zur S-Bahn in Feldkirchen und nach nur einmal umsteigen aber guten 45 Minuten Fahrt war man schon im Stadtteil Großhadern.

Wir sprechen hier übrigens von einem Spiel der 6. Liga und daher ist wahrscheinlich auch der Eintrittspreis von 6 € eher symbolisch gemeint, denn ernst gemeint sein kann er für diese Klasse nicht – ich musste ihn aber bezahlen!

Die Heimstätte des TSV der Sportplatz an der Heiglhofstr. ist mitten in einem Wohngebiet gelegen (knapp 10 Minuten von der U-Bahn-Station entfernt) und an beiden Längsseiten mit Sitzbänken ausgestattet und auf der einen Seite zusätzlich mit 3 Stufen; mehr nicht.
Foto vom Spiel

In einer kampfbetonten Partie, welche mir gefallen hat (siehe oben), schaffte es Großhadern als viertletzter gegen den ganz letzten – also Kempten – zu verlieren.
Es war erst der zweite Saisonsieg für die Mannschaft aus dem Allgäu, welche lt. Stadionheft (gab es tatsächlich umsonst; vielleicht war auch ein Teil der 6 € Eintritt für das Heft – wer weiss…) letzte Saison noch in der Oberliga (hier Bayernliga) gespielt hat.

Um beim TSV an Nahrungsmittel zu kommen, muß man übrigens den eigentlichen Sportplatzbereich verlassen, denn jene gab es nur im angrenzenden Biergarten.
Radler und Dunkles je 0,5 l (für 2,60 bzw. 2,80 €) und Brat-/Feuerwurst (wohl mit Paprika hergestellt und tatsächlich etwas feurig im Geschmack) für 2,50 €.

Nach einem schönen Wochenende mit super Wetter wurde dann der Rückweg angetreten und nach „nur“ 9 Stunden Zugfahrt war man auch schon wieder in vertrauten Gefilden…mal gut Montag hatte ich noch frei…

Übrigens kann man über die Bayern sagen, was man will (z. B. komischer Akzent) aber Bierbrauen können sie! In diesem Sinne „zum Wohl“!


Martin Schaup


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