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Holstein Kiel - FC Magdeburg

Anlässlich des Regionalliga-Topspiels Holstein Kiel vs. 1. FC Magdeburg (21.02.2009), machten sich der Fanbeauftragte Martin Schaup, Stadionsprecher Niels Surburg und 08magazin-Redakteur Julian Heldt auf den Weg in die Landeshauptstadt Kiel. Ermöglicht wurde dieser Besuch durch eine Generalabsage des Spielausschusses des SHFV, sodass die Begegnung Flensburg 08 gegen VfB Lübeck II leider nicht stattfinden konnte.

Wir trafen uns also um 10 Uhr am (eher weniger schönen) Flensburger Bahnhof. Hier deckten wir uns mit einem Kleingruppenticket für 29 € ein, was immerhin eine Ersparnis von einem Euro im Vergleich zum SH-Ticket bedeutete. Nach etwas mehr als einer Stunde Zugfahrt, trafen wir in Kiel ein, wo schon einige Magdeburger Fans auf den Zug aus Sachsen-Anhalt warteten.

Wir machten uns jedoch schon vor der Ankunft der Magdeburger auf den Weg ins Holstein-Stadion. Leider stellten die Kieler Verkehrsbetriebe zu diesem Topspiel keine Entlastungsbusse für neutrale Fans, sodass wir in einem überfüllten Linienbus stehen mussten. Zur Erheiterung vieler, fragte der Busfahrer dann kurz vor dem Stadion per Lautsprecher allen Ernstes, ob jemand wüsste inwiefern es Sperrungen vor dem Stadion gibt. Vor diesem deckten sich Niels Surburg und Julian Heldt schnell mit kostenlosen Schiedsrichter-Karten ein, ehe Martin Schaup für denselben Block ein Billet zum Preis von 9 € erwarb. Bevor wir uns allerdings ins Stadion begaben, gönnten wir uns noch ein Bierchen aus der örtlichen Stadionkneipe und trafen auf dem Parkplatz vor dem Stadion zufällig den Holstein-Präsidenten Roland Reime, welcher uns sogar grüsste. Das nennt man mal Volksnähe!

Hiernach machten wir uns auf in unseren Block L, welcher sich genau neben den Gästeblocks befand und dementsprechend auch relativ gemischt war. So langsam aber sicher füllte sich das weite Rund und auch die Stadionwurst wurde erstmals getestet. Durchaus zu empfehlen. Kurz vor Spielbeginn sorgte wieder eine Lautsprecher-Durchsage für Aufsehen. Diesmal war es eine Computerstimme, die die Zuschauer aufforderte „unverzügliche das Gebäude zu verlassen“. Später klärte der Kieler Stadionsprecher auf, dass es sich nur um eine Übung gehandelt hatte. Hat super geklappt, niemand hat die Weisungen befolgt… Mit dem Einlauf der Mannschaften boten die ca. 3.000 mitgereisten Schlachtenbummler aus Magdeburg dann eine sehenswerte Choreo. Hier konnten die Kieler Fans nicht ganz mithalten. Das erste Pflichtspiel für das neue Holsteiner Trainer-Duo Falko Götz und Andy Thom entwickelte sich, vor 8.250 Zuschauern, zu einer interessanten Partie. Magdeburg ging zwanzig Minuten vor Schluss mit 1:0 in Führung, ehe die Kiel-Legende Guscinas kurz vor Ende der Partie noch ausgleichen konnte. Das Spiel endete mit einem leistungsgerechten Unentschieden. In einem (wieder) völlig überfüllten Linienbus ging es zurück zum Bahnhof und nach einem kleinen Imbiss bei „Subway“ zurück nach Flensburg. Diese Tour hat sich gelohnt!

Julian Heldt

Holstein Stadion:

Eröffnung: 15. Oktober 1911
Erstes Spiel: Preußen Berlin
Kapazität: 11.981 Plätze (erweiterbar auf 15.000 Plätze)
Spielfläche: 104 x 68 m


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