FC Vaduz – FC Aarau 1:1 (1:0) am 07.02.2009 um 17:45 Uhr
Für mich war die Deutsche Nationalmannschaft, welche 1990 den WM-Titel gewann, eines der prägenden Teams für meine weitere Fußballzukunft mit Spielern wie u.a. Lothar Matthäus, Rudi Völler & Pierre Littbarski…
Eben jener Littbarski ist momentan Trainer in Liechtenstein beim FC Vaduz, womit wir auch schon eine Klasse Einleitung zum weiteren Bericht haben.
Dem Lidl-Ticket der Deutschen Bahn sei Dank, ging es ganz früh morgens von der dänischen Grenze los, um nach läppischen 11 Stunden Zugfahrt die Stadt Lindau am Bodensee an der österreichischen Grenze zu erreichen.
Dort wurde sich ein „Euregio Bodensee Ticket“ gekauft, womit das nahe Österreich und die Schweiz zum Teil bereist werden konnten (für eine Person 15 Euro; einen Tag gültig).
Mit einer Regionalbahn erreichte man nach kurzer Fahrt Feldkirch in Österreich, von wo man mit dem Bus ins kleine Fürstentum Liechtenstein (FL) reisen konnte (Infos über Liechtenstein: Liechtenstein).
Dem Fahrer des Busses wurde mein Bodensee-Ticket unter die Nase gehalten, womit ich mir etwas Rabatt für die Busfahrt erhoffte; aber jener liess mich mit dem Satz „passt scho“ umsonst fahren – unbekannterweise nochmals danke!
So musste ich nur 2 Schweizer Franken (CHF) – das FL hat keine eigene Währung -
von der Umsteigehaltestelle in Schaan bis nach Vaduz lösen.
In Vaduz angekommen ging es direkt zum Stadion um sich für 26 SFr (1CHF = 0,66999 EUR) einen Platz auf einer Hintertortribüne zu sichern.
Im Stadion, welches man ohne große Kontrollen betreten konnte, wurden erstmal die kulinarischen Gegebenheiten getestet und so gab es, wie es sich beim Fussball gehört – Wurst und Bier (0,5 l) für zusammen 13 CHF.
Die Wurst wurde in der Tüte gereicht – ja, Wurst in der Brottüte – mit einem Stück Brot, wobei das Brotstück der beste Teil war.
Das Bier war – naja - flüssig.
Insgesamt hätte man die 13 CFR auch besser investieren können…
So hätte ich mich auch geärgert, wenn ich 2 CFR für das Stadionmagazin ausgegeben hätte, welches aus vielen Bildern & Anzeigen aber wenig Text bestand, aber mein Sitznachbar war so nett, mich mal kurz in seinem Exemplar blättern zu lassen.
Das Stadion wirkte mit seinen vier kleinen einzelnen Tribünenteilen, recht ordentlich und vor allem war man direkt am Geschehen.
Ausserdem hatte ich von meinem Platz aus einen super Blick auf einen angrenzenden Berg, auf dem man das beleuchtete Schloß der Fürstenfamilie sehen konnte.
Die Tribüne, auf der ich mich befand, beherbergte die Vaduz-Fans und das gegenüberliegende Pendant die Gäste aus Aarau, welche von dort ihr „Hopp Aarau“ immer wieder hören liessen.
Dafür wurde man zum Teil während des Spiels entschädigt.
Denn vor leider nur 1215 Zuschauern (Schnitt 2367) startete Vaduz, welches um den Klassenerhalt in der 1. Schweizer Liga kämpft (das FL spielt nur einen eigenen Pokalwettbewerb aus, wo der FC Vaduz Seriensieger ist und jede Saison in der UEFA-Cup-Qualifikation starten darf) recht furios und ging in der 3. Minute per direkt verwandelten Freistoß mit 1:0 in Führung.
Danach wurden jedoch beste Chancen – auch ein Elfmeter – vergeben, so dass es so kommen musste, wie es kam: Aarau schaffte den Ausgleich und das Spiel endete 1:1 anstatt mit einem Kantersieg für Vaduz.
Leider musste ich ca. 10 Minuten vor Abpfiff los, um die letzte Verbindung zurück nach Lindau wahrnehmen zu können, welches man gegen ca. 21 Uhr erreichte, um direkt das gebuchte Hotel und damit das Bett anzusteuern.
Am nächsten Tag ging es früh aber durch ein klasse Frühstück gut gestärkt wieder zurück – auch wieder dank Lidl-Ticket.
Auf dem Rückweg über München schaute ich mir in Ingolstadt das Spiel des FC Ingolstadt gegen RW Oberhausen (0:0) an.
Nähere Infos gibt es nicht, nur so viel:
Das Spiel (2. Liga!!!) war teilweise eine Zumutung (bei 10 Euro Eintritt für einen Stehplatz), das Stadion war eine aufgepeppte Bezirkssportanlage, der Stadionsprecher war Folter pur, Bier (Light 0,4 l für 3 Euro) und Wurst (3,20 Euro) waren ok aber teuer, der Glühwein (2,50 Euro) war teuer & lauwarm, dazu war es saukalt durch einen eisigen Wind.
Da konnten auch die gute Stadionzeitung (gratis!) und die 555 l Freibier, welche aufgrund des 5 jährigen Jubiläums des FCI (der Verein wurde 2004 durch eine Fusion von ESV & MTV gegründet) nach dem Spiel ausgeschenkt wurden, nicht richtig trösten.
Also gingen 3730 Zuschauer enttäuscht nach Hause bzw. einer fuhr nach Flensburg…